AKTUELLE ENTWICKLUNGEN DER DEUTSCHEN FRANCHISEWIRTSCHAFT

AKTUELLE ENTWICKLUNGEN DER DEUTSCHEN FRANCHISEWIRTSCHAFT

Franchisestatistik 2019 zeigt Wachstum und Weiterentwicklung

Vor Kurzem hat der Deutsche Franchiseverband die aktuelle Franchisestatistik veröffentlicht. Demnach zeigt die Franchisewirtschaft auch 2019 eine positive Entwicklung auf. Die bundesweit rund 960 Franchisesysteme haben 133.424 Franchisepartner und damit 4,2% mehr als im Vorjahr. Insgesamt beschäftigen die knapp 171.824 (+ 2,3%) Franchisebetriebe rund 717.000 Mitarbeiter, was einer leichten Steigerung (0,2%) entspricht. Noch deutlicher fiel die Entwicklung des Gesamtumsatzes aus: mit 129 Milliarden Euro ist dieser im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 5,1% gestiegen. Zahlen, die für Wachstum und Weiterentwicklung innerhalb der deutschen Franchisewirtschaft sprechen.

Dynamisches Wachstum

Besonders positiv entwickelte sich der Gesamtsystemumsatz und konnte 2019 nochmals um 5,1% auf 129 Milliarden Euro gesteigert werden. Torben Leif Brodersen, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes, fasst zusammen: „Die aktuelle Auswertung des vergangenen Jahres zeigt uns eine solide Weiterentwicklung unseres Wirtschaftszweiges und damit ein dynamisches Wachstum auf.“ Langfristig rechnet der Verband mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum um 5,8%.

Interessant: die große Mehrheit, nämlich 80% der Systeme, kommt aus Deutschland. Dem steht ein Anteil von nur 2,5% aus den USA gegenüber.

Mythos Fastfood – Spitzenreiter Dienstleistung

Auch wenn sich die Annahme hartnäckig hält, ist die Gastronomie erneut nicht Branchenprimus. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt der Dienstleistungssektor, der in der Branchenverteilung seine Spitzenposition weiter festigen konnte und nun bei einem Anteil von 43% (+3%) liegt. Auf Platz zwei folgt der Handel, der mit 29% seinen Anteil um +4% steigern konnte. Leicht abgefallen sind die Gastronomie, jetzt mit 20%, sowie das Handwerk, das auf 8% kommt.

Zielgruppe Fach- und Führungskräfte

Auch in der Partnerentwicklung konnten die befragten Franchisesysteme ein weiteres Mal deutlich steigern. So wuchs die Anzahl der Franchisenehmer im vergangenen Jahr um 4,2% auf über 133.000 an. Hochgerechnet auf die Gesamtfranchisewirtschaft machten sich damit etwa 5.500 Personen mehr als 2018 unter einem bestehenden Markendach selbstständig. Langfristig betrug das jährliche Wachstum hier 2,5%.

Auch für 2020 planen die Systeme Expansion: im Mittel sollen zehn neue Partner hinzukommen, 2019 waren es sieben. Dafür spricht auch, dass sich 41% der Systeme in der Expansionsphase befinden und somit den Aufbau abgeschlossen haben.

Bei der Gewinnung neuer Franchisepartner sind angestellte Fach- und Führungskräfte mit 25% weiterhin eine wichtige Kernzielgruppe. Das ist schon deshalb nicht verwunderlich, weil Projekt- und Führungserfahrung, Kommunikationsstärke und nicht zuletzt Lebenserfahrung als wichtige Pluspunkte auf dem Weg zum erfolgreichen Franchise-Unternehmer gelten. Branchenexpertise spielt hingegen eine untergeordnete Rolle, denn gute Franchisesysteme eröffnen durch umfangreiche Ausbildungskonzepte insbesondere berufs- und führungserfahrenen Quereinsteigern neue Chancen.

Wer auf bei der Unternehmensgründung auf ein Franchisekonzept setzt, profitiert von einer bewährten Geschäftsidee, einer eingeführten Marke und einem Unternehmenskonzept, das bereits am Markt erprobt ist. Die Existenzgründung wird damit deutlich risikoärmer als eine unabhängige Eigengründung.

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Die Franchisestatistik 2019 wurde vom 11. November bis 16. Dezember 2019 online erhoben. Per E-Mail aufgerufen waren 276 Mitglieder des Deutschen Franchiseverbandes sowie 684 Nichtmitglieder. Die Rücklaufquote betrug 9%. Zur Durchführung und Auswertung beauftragt wurde Prof. Dr. Achim Hecker (Digital Business University of Applied Sciences). Die umfangreiche Auswertung für das Jahr 2019 kann unter folgendem Link eingesehen werden: www.franchiseverband.com/services-nutzen/studien-und-statistiken

 

Bild: © Gerd Altmann, Pixabay

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